Aktuelles

Partizipation und Pfingsten

03.06.2022 | Wir haben in unserer grünen Gruppe einen festen Morgenkreis eingeführt, in dem es wöchentlich um Partizipation, also Beteiligung (Demokratie Bildung), gehen soll. Die Kinder lernen, dass sie eine Stimme haben, der Beachtung geschenkt wird, und dass sie als Teil der Gemeinschaft etwas zu ihrem Gelingen beitragen können.

In unserem letzten Morgenkreis dazu haben wir eine Feedback-Runde zur letzten Sportstunde gehalten. Die ein- bis vierjährigen Kinder konnten ihre Stimme – einen Duplo-Stein – auf eines der drei dargestellten Sportelemente setzen, welches ihnen am besten gefallen hat: Ball, Hüpfmatratze oder Sprossenwand. Am Ende haben die Kinder die Steine aufeinandergesteckt und festgestellt, welches Element der Gruppe am besten gefallen hat und das nächste Mal wieder gewünscht wird. Auch die einjährigen Kinder bekamen eine Stimme, denn die größeren Kinder konnten aus ihrer Beobachtung heraus einschätzen, was sie wohl am meisten gemocht haben.

Das christliche Fest Pfingsten steht vor der Tür: Ich behaupte, dass sich „Partizipation“ und „Pfingsten“ nicht nur den Anfangsbuchstaben teilen. Gott hat uns mit dem Senden des Heiligen Geistes auf die Erde und auf die Menschen an seinem Wirken und Wehen direkt beteiligt. Natürlich ist das kein lupenreiner Vergleich, aber dahinter steht für mich, dass wir als jedes einzelne Kind Gottes etwas zählen und ihm so wertvoll sind, dass er sich uns in Person des Heiligen Geistes in dieser direkten Weise genähert hat und weiterhin nähert.

Stephanie Hanke, Kitaleiterin der Kita Bunte Burg, Prenzlauer Berg

Was unsere Kinder jetzt brauchen

28.01.2022 | Bisher blieb unsere Kita Bunte Burg von Corona weitestgehend verschont. Nachdem sich das nach Weihnachten schlagartig geändert hat, möchte ich anstatt eines Berichtes aus der Kita etwas über das Buch „Corona Kids“ von Nicole Stüber schreiben.

Sie schrieb dieses Buch, weil sie als Neurowissenschaftlerin etwas dazu beitragen möchte, dass Familien mehr Aufklärung über die kindliche Entwicklung bekommen, um die in den Medien viel diskutierten Folgen der Pandemie besser einordnen und ihre Kinder bei der Verarbeitung unterstützen zu können.
Stüber schreibt in ihrem Buch über die Entwicklung des Gehirns, über das Stress-System des Gehirns und über das sich regulierend auswirkende Hormon Oxytocin, das bei Nähe ausgeschüttet wird. Kurz gesagt: Was passiert im Gehirn unserer Kinder und was brauchen sie, um die negativen Einflüsse ausgleichen zu können. Dabei zeigt sie klar die Gefahren auf, denen die kindliche Entwicklung während der Pandemie ausgesetzt ist und benennt Strategien, die diesen Gefahren entgegenwirken können: „Soforthilfen“ nennt sie diese.
 
Die Grundlage aller Hilfebedürftigkeit bei Familien und Kindern ist anhaltender Stress sowie fehlender Freiraum, um notwendige Entwicklungsschritte vollziehen zu können. Die Beruhigung: Es sei möglich, Entwicklungsschritte nachträglich vollziehen zu können. Dafür müsse man Kinder nicht altersgerecht, sondern entwicklungsgerecht fördern. Es brauche dafür keine perfekten Eltern, sie müssten nur „gut genug“ sein und Verständnis aufbringen können, für sich selbst und ihre Kinder: „Es geht darum, Verhaltensweisen, die extremer sind als üblich, als das zu begreifen, was sie sind: als Folge der Pandemie. Von diesem Punkt aus sind wir imstande, unseren Kindern zu helfen“. Was das für Familien, Kitas und Schulen bedeutet, beschreibt sie sehr nachvollziehbar und spart auch nicht mit Kritik an den bestehenden pädagogischen Systemen. Es gibt zwei Hauptaugenmerke, auf die wir als Erwachsene achten sollten. Erstens auf ein förderliches Stressmanagement, denn nur ein entspanntes Gehirn kann gut lernen und sich entwickeln. Zweitens auf Verständnis für uns und die Kinder, denn so können wir Nähe geben und Nähe zulassen. Stüber appelliert: „Wir müssen uns noch mehr mit unseren Kindern austauschen, über ihre Ängste und Sorgen sprechen. Über das, was sie wissen und was sie nicht wissen, über Corona, über ihre Zukunft und darüber, wie wir solch eine herausfordernde Zeit gemeinsam bewältigen“. Lassen Sie uns dies tun.

Stephanie Hanke, Kitaleiterin der Kita Bunte Burg, Prenzlauer Berg

Nachjefragt - die Elternumfrage der Kita Bunte Burg

10.01.2022 | Von heute an bis zum 21. Januar 2022 haben unsere Kita-Eltern die Gelegenheit an einer Elternbefragung zu unterschiedlichen Themen der Kita teilzunehmen.

 

Die Elternbefragung ist anonym und freiwillig. Da wir aber die Qualität unserer Arbeit kontinuierlich weiterentwickeln möchten, freuen wir uns auf offenes Feedback von möglichst vielen Eltern.

 

Ab März 2022 werden wir auszugsweise über die Ergebnisse informieren.

 

 

Die Kita Bunte Burg auf Advents-Kirchen-Tour

17.12.2022 | Wir aus der Blauen Burg haben in diesem Jahr mit einem besonderen Projekt begonnen: der "Advents-Kirchen-Tour" durch den Prenzlauer Berg. Da der Fokus unserer pädagogischen Arbeit darin liegt, die Bibel und den christlichen Glauben den Kindern so erfahrbar wie möglich zu machen, kam uns der Gedanke, kleine pädagogische Angebote und Andachten nicht bei uns in den Räumlichkeiten durchzuführen, sondern in den Gotteshäusern und Gemeinden der Stadt. Jesus sagte damals zu seinen Eltern in Lukas 2,49: „Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich im Haus meines Vaters sein muss?“ Nach dieser Lerneinheit kam uns die Idee, die Häuser zu besuchen, in denen der Vater im Himmel wohnt.


Am 1. Dezember ging es deshalb zum Stadtkloster Segen. Herzlich wurden wir dort von Carsten empfangen. Er ließ uns in die Kirche und erklärte uns etwas über das Leben dort im Haus. Er zeigte uns den Garten, die Orgel und wir durften sogar auf die Kanzel und die Empore klettern. Danach erzählten wir den Kindern etwas über Johann Heinrich Wichern und die Entstehung des Adventskranzes. Es war ein wunderschöner Aufenthalt und er leitete uns wunderbar in die Adventszeit hinein.

 

Anastasia Ganschow und Thorsten Wiehmert, Kita Bunte Burg

Aktuelles zu COVID-19

11.08.2021 | Aktuelle Informationen zum Kitabetrieb im laufenden Kitajahr 2021/22 im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus entnehmen Sie bitte den offiziellen Seiten der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie unter www.berlin.de/sen/bjf/corona/kita. Vielen Dank!

Unsere Kita ist kein geschlossener Raum

28.05.2021 | An einem der schönen warmen Tage Anfang Mai überraschte mich die auf dem Foto zu sehende Situation, als ich gerade von der Grünen Burg kam und eigentlich auf dem Weg in das Verwaltungsgebäude des Campus war. Morgens um neun machten die Kinder der Blauen Burg – unserer 4- bis 6-Jährigen – auf dem Gehweg Sport. Unsere engagierte Kollegin Anastasia leitete die Kinder in sportlichen Übungen an.
 
Es stellte sich heraus, dass der Kollege Thorsten als erstes den Schritt auf den Gehweg gewagt hatte, als ein Kind einen Dinosaurier malen wollte, der draußen vor der Tür natürlich mehr Platz hatte. Anschließend an die musischen und sportlichen Übungen auf dem Gehweg, wurde dann auch das Frühstück vor die Türe verlegt und so der Raum der Kita an diesem Tag in Richtung Straße vergrößert.
 
So erlebten die Kinder der Blauen Burg, dass die Kita kein geschlossener Raum ist, sondern auch immer im Zusammenhang mit ihrer Umwelt steht und es in dieser Umwelt einiges zu entdecken gibt. Das ist ohnehin das Kredo der Blauen Burg, die regelmäßig auf Spielplätzen und Parks unterwegs ist - und das seit dem letzten Lockdown auch mit Fahrrädern, so dass man des Öfteren eine kleine Flotte von orangefarbene Westen tragenden Kindern und Erwachsenen auf Fahrrädern in der Christburger Straße sehen kann, die auf Entdeckungs-Tour sind. Nach dem Motto: Mache weit den Raum deines Zeltes, und man spanne aus die Behänge deiner Wohnstätte; wehre nicht! Mache deine Seile lang, und deine Pflöcke stecke fest! Jesaja 54, Vers 2

Stephanie Hanke, Kita Bunte Burg, Prenzlauer Berg

Kitas wieder für alle Kinder offen

17.05.2021 | Die Senatsverwaltung hat entschieden, dass die Kitas ab heute wieder für alle Kinder offen stehen und einen eingeschränkten Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen anbieten. Damit endet auch unser Notbetrieb. Eine Beschränkung auf einzelne Zielgruppen entfällt und die Liste systemrelevanter Berufe findet keine Anwendung mehr. Der eingeschränkte Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen bleibt dem Ziel der Kontaktminimierung und der Nachverfolgbarkeit von Infektionen verpflichtet. Eltern bleiben daher weiterhin aufgefordert, sich hinsichtlich ihres individuellen Betreuungsbedarfs auf den notwendigen Umfang zu beschränken und diesen regelmäßig mit uns abzustimmen. Die Betreuung wird in stabilen Gruppen stattfinden. Die Hygienemaßnahmen gemäß Musterhygieneplan werden weiter beachtet. Wir bitten Gott um Segen und Bewahrung für unsere Kitakinder, deren Eltern und alle Angestellten im Christburg Campus!

Die erwachte Katze

29.01.2021 | Nach Weihnachten startete die Kita wie sie vor Weihnachten aufgehört hatte: mit der Notbetreuung. In die Kita zurückzukehren - das fühlte sich an, als würde man sich vorsichtig einer schlafenden Katze nähern, von der man nicht wusste, in welcher Stimmung sie erwachen würde. Natürlich war die Situation nicht gänzlich neu, jedoch aufgrund der veränderten Notbetreuungsregeln und der Unklarheit über die Länge des Lockdowns doch anders.

Nachdem die erste Woche geschafft war, legte sich dieses Gefühl. Die Katze erwachte und hat doch ziemlich gute Laune.

Es ist uns in dieser Zeit ein wichtiges Anliegen, die Eltern zu Hause ein bisschen zu entlasten und den direkten Kontakt mit den Kindern beizubehalten, die nicht in die Notbetreuung gehen. So ist die Idee entstanden, diesen Kindern Spaziergänge anzubieten. Ein Kind kann mit einer Erzieherin oder einem Erzieher seiner Wahl eine Stunde im Freien verbringen. So können wir gleich drei Bedürfnisse erfüllen: Eine Pause für die Eltern, Kontakt zu den Kindern pflegen und die Arbeit machen, für die wir Erzieherinnen und Erzieher den Beruf ergriffen haben.

Außerdem können wir Bastelumschläge an die Kinder nach Hause schicken, digitale Bücher vorlesen, Elterngespräche per Teams führen und natürlich mit den Kindern in der Notbetreuung eine pädagogisch qualitative Zeit verbringen.  

Stephanie Hanke, Kitaleiterin, Kita Bunte Burg